Quereinstieg

Viele Wege führen in die Kita

Dass das Erziehen und Betreuen von Kindern sinnerfüllend ist und großen Spaß macht, merken manche erst nach der Ausbildung oder dem Studium. Für einen Einstieg in die Arbeitswelt der Kindertagesstätten ist es aber nie zu spät. Je nach Vorbildung bieten sich verschiedene Wege an, die alle zu einer unbefristeten Stelle in einer der Katholischen Kitas in Stuttgart führen.

Weiter- oder Nachqualifizierung

Menschen mit Ausbildungen in Ergo-, Arbeits- und Physiotherapie sowie in Krankengymnastik, in Logopädie, in der Krankenpflege, in der Geburtshilfe und in der Familien- oder Dorfpflege können eine Nachqualifizierung an einer Fachschule im Umfang von 25 Tagen vorab oder berufsbegleitend innerhalb von zwei Jahren absolvieren. Diesen Weg zur pädagogischen Fachkraft (nach § 7 Abs. 2 Nr. 10 KiTaG, dem Kindertagesbetreuungsgesetz Baden-Württembergs) können Interessierte auch nach der ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen, an Grund- und Hauptschulen oder an Sonderschulen gehen.

Alternative Berufspraktikum

Als Alternative zur Weiter- oder Nachqualifizierung im Umfang von 25 Tagen innerhalb von zwei Jahren bietet sich für die genannten Berufsgruppen ein einjähriges betreutes Berufspraktikum an einer Fachschule an. Nach der Abschlussprüfung der Weiterqualifizierung sind die Absolventen den staatlich anerkannten Erziehern finanziell gleichgestellt.

Neustart in der Kita

Auch für Menschen, die zunächst in einem gänzlich anderen Berufsfeld gearbeitet haben und sich neu orientieren möchten, ist der Weg in die Kita lohnend. Für Quereinsteigerinnen wie sie ist die praxisorientierte Ausbildung (PiA) wie geschaffen. Bei dieser Ausbildung mit monatlicher Vergütung stehen pro Woche drei Tage in der Fachschule und zwei Praxistage an. Nach drei Jahren ist der Abschluss als staatlich anerkannte/r Erzieher/in oder Sozialpädagogische Assistenz erreicht.

Viele Mitarbeiterinnen mit Migrationshintergrund

Männer und Frauen mit Migrationshintergrund bereichern die Arbeit in einer Kita und sind immer willkommen. Voraussetzung sind Deutschkenntnisse auf mindestens B1-Niveau. Ob eine im Ausland erworbene Ausbildung oder Qualifizierung anerkannt wird, unterliegt der Einzelfallprüfung des Regierungspräsidiums. Um in den Erzieherberuf hineinzuschnuppern, eignen sich vor allem das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD). 

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