Ökumenischer Seelsorge-Kurs

Neuer Ausbildungskurs zur Altenheimseelsorge in 2024

Aus der Klinikseelsorge kennt man den „Kurs für ehrenamtliche Seelsorger/innen“, kurz KESS, schon länger. Jetzt hat das Seminar für Seelsorge-Fortbildung ein weiteres ökumenisches Projekt aufgesetzt, denn Seelsorgende sind nicht nur in Krankenhäusern so gefragt wie noch nie, sondern auch in Senioreneinrichtungen.

Seelsorge im Altenheim

„Der Kurs ist für Menschen, die sich als ehrenamtliche Seelsorger/innen für ein Alten- oder Pflegeheim ausbilden lassen möchten. Sie kommen in der Regel von außen und sind nicht bereits in der Pflege tätig. Aber auch das ist möglich, dass Pflegende eine Zusatzqualifikation in Seelsorge erwerben“, so beschreibt Pfarrerin Rahel Mack, Studienleiterin Fachbereich Ehrenamt (KESS), das neue Kursmodell. Klaus Dieterle, Pfarrer der AltenPflegeHeimSeelsorge (APHS) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, pflichtet ihr bei: „Kirche ist kein Kulturverein, sondern die Familie Jesu. So hat es schon Papst Franziskus formuliert und ich schließe mich dem an. In einer Familie ist man füreinander da. Als Pfarrer in der AltenPflegeHeimSeelsorge freue ich mich, wenn auch Ehrenamtliche pflegebedürftige Menschen besuchen und seelsorgerlich begleiten. Und KESS-Kurs ist eine gründliche Unterstützung bei dieser Art von „Familienpflege“.

Einjähriger Kurs

Der Kurs dauert knapp ein Jahr (Februar – November 2024) und findet im Rosenbergzentrum in Stuttgart-West statt. Es schließen sich noch 3-4 Abende in den folgenden Monaten an. Der Bewerbungszeitraum beginnt im Herbst 2023 - Anmeldeschluss ist der 4. Dezember 2023. Während der ganzen Kurszeit sind die Teilnehmenden mit 5 Stunden pro Monat in ihrem Praxisfeld tätig, das heißt in den teilnehmenden Alten- und Pflegeheimen in Stuttgart, Leonberg, Esslingen, Ebersbach/Fils und Ammerbuch.

"Hörendes Herz"

Monika Teichmann, katholisch und Krankenschwester in einem Pflegeheim, hat so einen KESS schon in Bad Mergentheim absolviert. „Durch den Kurs habe ich gelernt, auch meine eigenen Gefühle besser wahrzunehmen, mich selber als Person wichtig zu nehmen, meine eigenen Grenzen zu erkennen und dazu zu stehen. Ich schenke den Menschen ein hörendes Herz für die Sorgen und Nöte am Lebensabend und Raum für Geborgenheit, auch wenn ihnen die Kraft fehlt oder der Geist zu schwach ist, um Worte zu finden und bin für sie da.“

Informationsabend geplant

Die Kursleitung übernehmen die Pfarrerinnen Marianne Baisch (Evangelische Krankenhausseelsorge Stuttgart) und Lea Schweizer (Evangelische Magdalenenkirchengemeinde Stuttgart), die beide berufliche Erfahrung im Bereich Alten- und Pflegeheimseelsorge sowie in Supervision haben. Ein Informationsabend mit Auswahlgesprächen findet am 18. Januar 2024 im Rosenbergzentrum (Rosenbergstraße 92 in 70176 Stuttgart) statt.
 

Unsere offenen Stellen

Entdecken Sie die vielfältigen Jobangebote unserer Kitas. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Zur JOBBörse