Stimme eines Erziehers

Claudius Geng

Als Mann wird man ganz anders geschätzt

„Mein Beruf ist meine Berufung: Mit Kindern konnte ich schon immer gut umgehen. Schon in meiner Jugend habe ich Ferienfreizeiten geleitet. Nach der Mittleren Reife habe ich Vermessungstechniker gelernt und trotz nicht bestandener Lehre in dem Beruf weitergearbeitet. Parallel dazu habe ich am Abendgymnasium die Fachhochschulreife erworben – mit dem Ziel, ein Duales Studium im erzieherischen Bereich anzuschließen. Das hat leider nicht funktioniert. Wohl aber die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) zum staatlich anerkannten Erzieher: Vor gut einem Jahr schloss ich PiA ab und wurde von meiner Ausbildungskita Max Kolbe übernommen.

Positive Erfahrungen

Meine Familie und Freunde hatten keine Probleme damit, dass ich als Mann einen vermeintlichen Frauenberuf ergriffen habe. Im Gegenteil: Viele sind selbst in der Branche tätig. Zu Beginn der Ausbildung war ich bei der Arbeit am Kind sehr vorsichtig, obwohl ich als Vater zweier Kinder weiß, wie mit ihnen umzugehen ist. Ich hatte einfach Angst, etwas falsch zu machen. Aber das hat sich mittlerweile gelegt. Mit Eltern habe ich positive Erfahrungen gemacht. So kam bei meinem ersten Elternabend ein Vater auf mich zu und sagte, wie schön es sei, dass ich als Mann in der Kita neue Blickwinkel hineinbringe. Das sehen auch meine Kolleginnen so. Als Mann wird man ganz anders geschätzt. Auch von den Kindern. Und das ist die Hauptsache.

Spaß und Arbeit verbinden

Es freut mich einfach, Kinder zum Lachen zu bringen und von ihrem manchmal naiven, manchmal sehr präzisen Blick auf die Welt zu lernen. Und es erfüllt mich, Geborgenheit und Liebe gerade an Kinder aus schwierigen Verhältnissen weiterzugeben. Hierfür ist eine kirchliche Einrichtung wie die Kita Max Kolbe der richtige Ort. Der Glaube ist für mich eine Stütze im Leben, die ich nicht missen möchte – wie der Beruf des Erziehers. Hier kann ich Spaß und Arbeit verbinden. Ich habe gelernt: Wichtig am Beruf ist nicht die Bezahlung, sondern, dass er Spaß macht. Und das tut er.“

Unsere Kitas

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